Sonntag, Dezember 10, 2017

Nikolauslauf in Michendorf

Heute starteten in Michendorf so viele Nikoläuse wie nie. Es war nun schon der neunte Lauf und  mehr als 1000 laufende Rotmäntel waren unterwegs. Es war so viel zu tun, dass ich leider kein Foto vom Läuferfeld machen konnte. Doch ein schönes Foto ist gelungen:


Dan vom Laufclub Michendorf hat sich für ein ganz besonderes Kostüm entschieden. Das gab ihm wohl auch den Kick um mit seiner Staffel den ersten Platz zu erringen.
Ganz gespannt bin ich auf morgen. Ein ZDF-Kamerateam war anwesend und hat für einen Beitrag in "Hallo Deutschland gedreht". Hoffentlich schaffe ich es pünktlich um 17 Uhr vor dem Fernseher zu sitzen - notfalls gucke ich in der Mediathek.

Viel Zeit zum Nähen habe ich gerade nicht. Aber ein Geburtstagsüberraschungstäschchen konnte ich doch verschenken.




Als Vorlage hat sich das erweiterte Zaubertäschchen bewährt. 




Durch die Bodenabnäher bekommt es mehr Volumen und mehr Kram passt hinein.





Sonntag, Dezember 03, 2017

Mal wieder Wahlsdorf




Vor der Adventzeit war ich mit den Zick-Zack-Zicken wieder in Wahlsdorf. 




Wir hatten wieder eine schöne Zeit, haben genäht, gemalt und viel gequatscht.




Ich habe dieses kleine Täschchen fertig genäht. Sie lag zugeschnitten mindestens ein Jahr in meinem Nähzimmer. Das Verschenken dauerte dann nur ein paar Minuten :)


Ausgelesen:



Im Mittelpunkt des Romans stehen die ehemalige Zirkusartistin Evi und ihre Tochter Aja mit ihren Freunden. Später treten die Mütter hinzu, neue Geschichten werden erzählt. Mir hat die Sprache gefallen, mit schönen Sätzen und lebendigen Beschreibungen machte das Lesen großen Spaß.



Sonntag, November 12, 2017

Kleine Tasche


Wenig Zeit hatte ich in den letzten Wochen - doch diese kleine süße Tasche musste ich unbedingt nähen. 




Grundlage ist die Nähanleitung des Zaubertäschens. Für mehr Volumen bekam der Boden Abnäher für mehr Volumen.




Ja, und dann ist meine Overlook wieder da. Der Händler hat alles gescheckt und superschnell wieder zurück geschickt. Der Zahnriemen war locker und daher war sie so laut. Zur Probe habe ich einen Loop genäht - es ist alles paletti, ich bin so froh.




Sonntag, Oktober 22, 2017

Das erste Mal mit der Overlook


Auf dem Stoffmarkt in Potsdam hatte ich mir ja eine Overlook-Maschine gekauft. In dieser Woche hatte ich endlich Zeit sie auszupacken und zu probieren. Leider ging das nicht so einfach wie ich dachte. Das Fadeneinfädeln ist für einen Anfänger doch eine Herausforderung. Das hatte ich so nicht erwartet, weil ich eigentlich gut mit Nähmaschinen kann und technische Zeichnungen stellen auch kein Problem für mich da.

Nun ja, zum Glück gibt es Nachbarschaftshilfe. Leider kam ich mit Karin auch nicht viel weiter, doch sie kannte eine Berninanäherin im Ort. So packte ich meine Overlook-Maschine ins Auto und ließ sie von erfahrenen Händen begutachten. Jetzt näht sie sehr gut. Leider gibt es ein Geräusch, dass so nicht gesund sein kann. Ich muss mein gutes Stück wohl doch noch mal wegschicken.



Während ich so hin und her probierte sind drei Loops entstanden, das Geräusch tritt nämlich beim langsamen Nähen nicht auf. 



Loop für ein Kleinkind




kurzer Loop für einen großen Menschen



Loop ist lang genug, kann auch als Schalmütze getragen werden


Die Anleitung zum Loop-Nähen habe ich bei Verena gefunden.



Ich hoffe, dass ich die Maschine bald wieder nähbereit ist, denn nun will ich mehr !




Sonntag, Oktober 15, 2017

41 Wetterwochen


Mit dem Wetterquilt bin ich wieder auf dem Laufenden.
41 Wochen - das heißt, das Jahr neigt sich dem Ende zu.


Und weil man die Ereignisse feiern soll wie es kommt, waren wir letzte Woche spontan in Prag.
Die Stadt ist immer wieder eine Reise wert - sie ist so lebendig. Der Jugendstil prägt die Innenstadt und junge Galerien setzen moderne Akzente.
Am schönsten fährt man von Berlin aus mit dem Zug - in 4 Stunden ist man dort. Leider hat uns Xavier einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir auf das Auto ausweichen mussten - ein kleiner Wermutstropfen.



Kastanienblüte an der Moldau - ungewöhnlich im Herbst - gesund kann das nicht sein.
Und richtig, bei Recherchen im Internet habe ich gefunden, da ist irgendwas mit dem Stoffwechsel nicht in Ordnung - entweder Wassermangel oder Miniermotte.



Am Montag hatte ich noch frei und habe zwei schnelle Täschchen genäht.



Eine hab ich schon vergeben, die andere landet in die Geschenkeschublade.




Ausgelesen:


Die Story hat mich sehr mitgenommen und beschäft mich noch immer:
Eine geachtete Professorin der Psychologie in Harvard bekommt die schreckliche Diagnose - Alzheimer - mit 50 Jahren.
Wie sie damit umgeht, die Familie, Freunde wird sehr klar beschrieben. Der Krankheitsverlauf beeinträchtigt natürlich die Arbeit, sie muss Abschied nehmen und Entscheidungen treffen.
Als nächstes möchte ich den Film dazu sehen, obwohl ich mir nicht vorstellen, wie die Gedanken und Gefühle dargestellt wurden - der Film kann gar nicht so gut sein wie das Buch :)
Also lesen!









Sonntag, Oktober 01, 2017

Herbstzeit


Geburtstagsgrüße für Laura



Und diese Stulpen bekommt sie auch.
 Gestrickt zwei rechts, zwei links und geschmückt mit einer Häkelborte.



Eine Kollegin hatte Geburtstag.
Einen besonderen!
könnt ihr es erkennen?
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es ist eine Sechzig :)




Handgemachtes liegt im Trend und viele von uns verkaufen die Sachen auf Märkten oder in Onlineshops. Dieses Buch gibt umfangreiche Tipps von der Idee bis zum Verkauf. 

Die Kapitel sind strukturiert aufgebaut. Es beginnt mit der Organisation des Arbeitsplatzes. Viele Ideen passen auch in mein Nähzimmer. Die Anleitungen sind verführerisch.
Wie kreiert man die eigene Marke? Hilfestellung dazu findet man im nächsten Kapitel.
Mit der Präsentation und dem Verkauf beschäftigt sich der nächste große Abschnitt.
In allen Kapiteln gibt es wertvolle Hinweise und gute Tipps, die mich auch als Bloggerin inspirieren.




Ausgelesen:



Eine Liebesgeschichte in großen Etappen - beginnt in den sechziger Jahren - gespickt mit schönen Liebesbriefen. Die Handvoll Worte werden 40 Jahre später wieder gefunden und verbinden eine neue und eine alte Liebe. Vieles kam mir bekannt vor, ein Film? Ich weiß es nicht. Erst zum Schluss wurde mir klar - das Buch hatte ich schon mal gelesen - vor drei Jahren?
War wieder schön - ein bisschen schnulzig - gerade richtig zum Schmökern die Tage ungemütlich werden.




Bis gestern hat sich der Herbst von der schönsten Seite gezeigt.
Heute ist ein gemütlicher Nieseltag - genießt die Zeit.









Sonntag, September 24, 2017

Drucken mit Styropor


In meiner Kreativwoche im August stand auch Drucken mit Styropor auf meiner Liste.
Für meinen Versuch erbat ich mir in einem Fastfood-Laden zwei Wärme-Behälter aus dem Material.



Styropor ist glatt und weich. Die Behälter sind dünnwandig und lassen sich einfach mit der Schere zurechtschneiden. Die Motive ritze ich mit einem Kugelschreiber hinein.




Als Druckfarbe nahm ich wieder meine geliebten EMO´s. Die Pigmente werden einfach in die Druckemulsion gemischt. Dann strich ich die Farbe auf eine glatte Kunststoffmatte. Die Farbe wird mit einer Walze abgenommen und dann auf die Styroporplatte übertragen.

 

Auf eine weiche Unterlage lege ich den Stoff und drucke mit der Platte darauf. Es ist so einfach. Meine ersten Versuche werden sicherlich Glückwunschkarten.



Die Farbreste verwendete ich um Sunprint zu machen. Mit Farnen bekommt man immer besonders schöne Ergebnisse.



Neue Stulpen aus Alpaka-Seiden-Garn.
Es macht so viel Spaß sie zu stricken - sind aber schon verschenkt.



Ausgelesen:


Die Fortsetzung des Buches "Ein ganzes halbes Jahr".
Das erste Buch erzählte die besondere Liebe zwischen Lou und Will.
Louise hat Will bis zu seinem Freitod begleitet (er war querschnittsgelähmt).
Nun geht ihr Leben weiter - mehr oder weniger. Bis neue Menschen auftauchen ...
Wer das erste Buch mochte, sollte lesen wie es weitergeht mit Louise.



Sonntag, September 17, 2017

Krakeleffekt mit Mehlpampe

Beim Färben ist man ja nicht immer zufrieden mit den Ergebnissen, manchmal ist die Farbe nicht so geworden, wie man sie sich vorgestellt hat. Dann kann man noch mal überfärben, oder den Stoff durch Druck oder Bemalung eine andere Struktur geben.

Mit Mehlpampe und Farbe habe ich schon mal Effekte auf Stoff gebracht.
Zuerst rühre ich das Mehl mit Wasser an, das waren etwa 200 g Mehl und 200 ml. Wasser glaube ich. Die Konsistenz sollte sämig sein, nicht zu dünn oder zu dick. Man merkt das beim Einstreichen.



Dieser Stoff hat schon mehrere Gestaltungsszenarien überstanden. Nach dem Färben habe ich den Stoff schabloniert und mit Noppenfolie gedruckt. Das eigenwillige Ergebnis verträgt nun noch einen Krakeleffekt ;)




Der Stoff wird ganz und gar eingestrichen, ich würde sagen eher mehr als zu wenig.



Die so bestrichenen Stoffe lege ich zum Trocknen in die Sonne. Die Mehlpampe muss richtig trocken sein. Der Stoff ist dann bretthart. Da ich wusste, dass es nachts feucht wurde, habe ich alles ins Haus geholt. 



Zum Glück - wer weiß, was morgens noch übrig wäre.




Nun ist alles gut trocken. Der Stoff ist bretthart und wird jetzt gut durchgeknetet. Je mehr Risse und Rillen, desto mehr Farbe kommt später auf den Stoff.



Diesmal habe ich die EMO-Pigmene in die flüssigen Emulsion gerührt. Den Farbton passte ich der Grundfarbe an. Einige Tropfen schwarz kamen dazu, um den Ton zu vertiefen. 




Jetzt kommt der einfachste Teil der Prozedur. Die Farbe habe ich mit einem großen robusten Pinsel aufgetragen. Und dann muss wieder alles trocknen. 
Wichtig ist auch hier - vor dem Waschen muss gebügelt werden - nur so wird die Farbe fixiert! Das geht auch mit dem Mehl gut. Natürlich lege ich zwischen Stoff und Bügeleisen ein Stück Backpapier.




Wenn alles fixiert ist, muss irgendwie die Pampe vom Stoff. Das geht einfacher als gedacht. Zuerst werden die Stoffe in einer Schüssel eingeweicht. Nach etwa 30 Minuten kann man mit dem Spachtel das Mehl gut vom Stoff schaben.






Meine Stoffe finde ich sehr interessant - die dunklen Stellen sind dort entstanden, wo die Mehlpaste nicht dick genug war. Dort hat die Farbe den Stoff zu sehr durchdrungen. Daher - lieber mehr Mehl als zu wenig.



Ausgelesen:



Ein kleines, feines Buch über Einsamkeit und wie man das ändern kann  - in jedem Alter.
Ich finde - unbedingt lesen.
Übrigens wurde das Buch verfilmt - mit Jane Fonda und Robert Redford in den Hauptrollen.






Sonntag, September 10, 2017

Schrift als Monoprint

Am Mittwoch hat es am Vormittag geregnet - davon ließ ich mich nicht beeindrucken - dann wurde eben im Nähzimmer gemalt. Nachdem ich den Zuschneidetisch mit Folie abgedeckt habe, ging es schon los. In einem Blog habe ich eine hübsche Methode gesehen, mit Hilfe von Monoprint Schrift auf Stoff zu drucken - das wollte ich ausprobieren.




Monoprint ist ganz einfach, ich habe mir dazu eine große Pappe mit Folie bespannt. Man kann auch gleich eine Kunststoffmatte nehmen, ein Platzset zum Beispiel. Vielleicht ist das sogar schöner, weil die Matte eine gewisse Dicke hat. Jeder Untergrund reagiert anders, es gibt ja auch Gelieplatten zu kaufen. Das muss sich jeder selbst ausprobieren. Jedenfalls habe ich meine Folienpappe mit Farbe bemalt.





Bedruckt habe ich einen roten Stoff. Die Farbe dazu sollte dunkler sein, daher habe ich von EMO deckende Farbe mit Farbpigmenten angerührt.




Jetzt kommt der kreative Teil :) Mit einem Holzstäbchen schrieb ich kreuz und quer über die Farbe. Man kann auch Muster und Bilder zeichnen oder Linien ziehen.
Falsch machen kann man nichts. Falls etwas schief läuft, dann wischt man mit dem Pinsel drüber und beginnt von neuem.



Darauf legte ich dann den zu bedruckenden Stoff, strich alles glatt - Stoff abziehen - fertig.

Zur Fixierung der Farbe muss nach dem Trocknen alles gut gebügelt werden. Dazu lege ich den Stoff zwischen Backpapier, so wird weder das Bügeleisen, noch das Bügelbrett beschmutzt.



Hier ist der Stoff schon gewaschen und noch mal gebügelt. Eine tolle Methode! So können geheime Botschaften übermittelt werden, die nicht mehr entziffert werden können :)




Ausgelesen:



Eine Biografie als dicker Schmöker.
Als ich das Buch bekam, war ich erst überrascht über die mächtige Dicke. Ich mag ja dicke Schmöcker, aber als Biografie? Es hat sich dann gelohnt. Das Leben von Ingrid Bergmann ist ja auch Filmgeschichte. Sie hat mit interessanten Menschen zusammen gearbeitet und ein bewegtes Privatleben gelebt. Das alles wurde vom Autor wundervoll miteinander verwoben. Ich war dann traurig, dass es nach 650 Seiten zu Ende war. Auführliche Anmerkungen, eine Zeittafel und eine Filmologie ergänzen das gut recherchierte Buch. Ein schöne Geschenk für jeden Filmfan.